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Fußball

Lübzer-Pokalhalbfinale

Geschrieben von Jürgen Kern

Lübzer Kreispokal-Halbfinale vom Ostersonnabend, 31.03.2018

SV Boitzenburg  - Schönower SV  0:3 (0:0)

Mal abgesehen von den widrigen Witterungsbedingungen lag über dem Spiel selbst , das am Ende mit dem 3:0 (0:0)-Sieg des Schönower SV über den SV Boitzenburg ausging, vorher schon eine gewisse Ungewissheit.

Denn der SSV konnten zuletzt nicht überzeugen, aber seit Wochen hatte er erstmals wieder keine gesperrten Spieler im Kader und Boitzenburg hatte sich eine Serie von 6 Siegen in Folge in der Dähn-Liga Uckermark erarbeitet, musste jedoch mit dem kurzfristigen Ausfall ihres Goalgetters vom Dienst Mathias Bock leben. Beide Mannschaften brauchten mehr als eine Viertelstunde, um ins Spiel zu kommen. Den Kopfball von Maik Zachowski in der 18. Minute konnte man kaum als eine echte Chance bewerten. Der Gastgeber fand, obwohl Schönow die größeren Feldanteile hatte, zu einem recht ansehnlichen Konterspiel. Die dicke Tormöglichkeit von Uwe Rakow in der 30. machte allerdings ein gut aufgelegter Roland Galinski unschädlich. Kurz darauf rettete Bartosz Tatarczuk zur Ecke, noch einmal verhinderte Galinski mit einer Faust, dass der 25m-Schuss von Rakow im Tor einschlug (36.) und in der 42.Minute war es Toni Prade, der Galinski zu einem Eckball zwang. Schon vorher (40.) wurde Aboozar Hassanzada endlich einmal mit einem gut getimten Pass in den Boitzenburger Strafraum geschickt.  Sein Faller reichte dem mit Überblick leitenden SR Chris Wein aber nicht für einen Elfer. Insgesamt war das Schönower Spiel einfach zu leicht auszurechnen, viele hohe und ungenaue Bälle in die Strafraummitte landeten entweder im Aus oder beim Gegner.  Spielfluss konnte so nicht entstehen. Auch nach der Pause änderte sich die Spielweise der Gäste nur geringfügig. Dennoch In der 54. brachte der Doppelpass-Versuch von Tatarczuk und Zachowski Torgefahr. Kurz darauf versäumte Dariusz Szmulski von links parallel zum Strafraum laufend den Abschluss. Die Westuckermärker machten sich in der zweiten Halbzeit durchaus ein wenig frei vom Schönower Druck. Der Routinier Schimmelpfennig organisierte im Mittelfeld sein Team. Ballverluste vom sonst so sicheren Piotr Garbarczyk zum Beispiel taten ihr Übriges. Bei einer gefährlichen Ecke von Timm Hingst war Galinski wieder zur Stelle. So langsam kam schon der Gedanke an eine Verlängerung hoch. Obwohl das Spiel der Gäste etwas druckvoller wurde, ließ das Führungstor lange auf sich warten. Eingeleitet von einer beherzten Flügelkombination durch Robert Jung mit Darius Szmulski und einer sehr guten Grundlinienrückgabe durch Jung, verzog Szupakiewicz freistehend diese 100%ige Tormöglichkeit. Ein Doppelschlag brachte dann dem Spiel die entscheidende Wende: 72.Minute -  Im Anschluss an eine Ecke vollendete der in den letzten Wochen nicht gerade vom Erfolg verwöhnte Szmulski zum 1:0. Nicht genug damit, eine schöne Kombination mit Tatarczuk und Szmulski schloss Hassanzada mit einem sehenswerten Schuss ins linke untere Eck zum 0:2(75.) ab. Nach diesem Treffer gab es noch eine Riesenchance für den Kreisoberligisten. Hingst konnten den glänzend reagierenden Galinski jedoch aus Nahdistanz nicht überwinden. Der spielstarke und diesmal auch zweikampfstarke Robert Jung hatte einen ähnlichen Riesen (84.), frei vor dem reaktionschnellen Gästetorwart Marcin Markiewicz scheiterte er. Den Schlusspunkt zum 0:3, kombinatorisch von Hassanzada und Szmulski vorbereitet, setzte Zachowski, der seine vorbildlichen Bemühungen sich auf diese Weise belohnte. Der Coach der Gastgeber Dieter Fritsch meinte hinterher, dass sein Team ordentlich gegengehalten hatte. Am Beispiel des fehlenden M. Bock wurde aber deutlich, dass der „zweite Anzug“ gegenwärtig höheren Ansprüchen nicht genügt.

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