fuss 2017

Spielberichte

Landesklasse Nord, 21. Spieltag 2017/18

Geschrieben von Jürgen Kern

BSC Fortuna Glienicke - Schönower SV   3:3 (0:2)

0:1  Dabrowski (28.),  0:2 Hassanzada (45.),  1:2 Kadow (72.)   2:2 Bramanti (76.)   2:3 Szmulski (81.),  3:3 Müller (87. FE)

In der zweiten Halbzeit immer mehr abgebaut! SSV trotzdem mit guter Gesamtleistung.

(Bericht: Jürgen Kern) In einem hochdramatischen Spiel trennten sich Fortuna Glienicke und der Schönower SV 3:3 (0:2).

Schon vorher hatten mit den Grünowern und Templin zwei Teams aus der Uckermark zur Halbzeit in Glienicke geführt und dann doch noch verloren. Gramzow war mit 0:8 untergegangen, einzig Grünow sicherte sich ein Unentschieden. Die Glienicker gingen im Vergleich zur österlichen Niederlage in Gramzow mit einer völlig umgekrempelten Mannschaft ins Rennen. Die Schönower traten ohne ihre etatmäßigen Außenverteidiger Nico Purath und Henrik Engelmann an. Schon in der 1.Minute zeigte sich der Gastgeber nach einem leichtfertigen Ballverliust von Piotr Grabarczyk hellwach. Florian Venz schlug den Ball in die Mitte und Fabian Schulze vergab die Chance. Der SSV konterte aber in der 5. Minute, als Aboozar Hassanzadas Ball aber vom Glienicker Schlussmann Steven Schüller pariert wurde. Ein Zuspiel auf den mitgelaufenen Wojciech Szczupakiewicz wäre effektiver gewesen. Aber auch Schönow konnte sich auf seinen Keeper Roland Galinski verlassen. Zweimal in der 10.und 20.Minute kaufte er erst Dogan-Marcel Böttcher (frei vor dem Tor) und dann Schulze den Schneid ab. Die Gäste fühlten sich aber auf dem Kunstrasen pudelwohl. Dariusz Szmulski setzte seinen Ball an den Pfosten (22.), Pawel Bacler legte nach der Bartosz-Tatarczuk-Flanke aus dem Halbfeld mit einem Volleyschuss nach, scheiterte aber an dem starken Schüller. In der 28. belohnte sich der SSV. Die Ecke von Szczupakiewicz köpfte Dabrowski zur 1:0 Führung ein. Schönow legte in der 45.Minute noch einen drauf, als sich Szmulski und Hassanzada freispielten. Hassanzada vollendete zum 2:0 Halbzeitstand. In der zweiten Hälfte legte Schönow weiter frech nach. Doppelpass-Spiel von Szmulski und Szczupakiewicz – nur Eckball, Bacler (48.) ließ einen Distanzschuss folgen. Nach einer Szmulski-Ecke vergaben Szczupakiewicz und Hassanzada eine hundertprozentige Möglichkeit. Zwischendurch aber auch die Fortuna gefährlich. Der Freistoß von Martino Bramanti konnte noch abgefälscht werden. Danach in der 60. wurde das risikovolle Einsteigen von Riccardo Ciao gegen Galinski mit Gelb geahndet. In der 72. gelang den Fortunen das 1:2. Galinski greift nach der Ecke des eingewechselten Goalgetters Pascal Müller vorbei, Kadow dann ohne Mühe. Tatsächlich geriet der SSV ins Wanken. Mit dem Freistoß  von Bramanti zum 2:2 in der 76. schien die Wende schon so gut wie vollzogen. Das Spiel spitzte sich jedoch weiter zu. Nach Vorarbeit des eingewechselten Engelmann bediente ein sehr agiler Szczupakiewicz Szmulski, der zur erneuten Führung einschob (81.). Die Schönower befanden sich mit dem 3:2 wieder auf der Siegerstraße. In der 85. Minute hätten sie alles klarmachen müssen. Vier Schönower fummelten fast völlig frei vor dem Fortunen-Gehäuse wie Kinder auf dem Bolzplatz, bis die desolate Verteidigung der Glienicker doch noch eingreifen konnte. Dann kam es noch dicker. In der 87. Minute foulte Grabarzyk im Strafraum, den fälligen Strafstoß verwandelte Müller sicher. Zusätzlich handelte sich der foulende Spieler noch Rot ein, weil er seine Emotionen nicht in den Griff bekam. Das war´s dann? Mitnichten! In der fünfminütigen Nachspielzeit lag das Leder noch einmal im Schönower Kasten. Schiedsrichter Robin Guderjahn schritt schon zum Anstoßkreis, als Assistent Rico Wüstenberg intervenierte. Er hatte ein klares Handspiel gesehen. Der Unparteiische setzte das Spiel mit Freistoß fort. Schönow hatte in einem abwechslungsreichen Match den Favoriten echt gefordert und sich das Remis redlich verdient.

 

SSV in folgender Besetzung: Galinski, Koch, Grabarczyk, Szczupakiewicz, Jung, Dabrowski, Hassanzada, Szmulski, Zachowski, Bacler, Tatarczuk,  eingewechselt: Steffini, Engelmann

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